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Deutscher Bundesverband der
Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen
Lehrervereinigung Schlaffhorst-Andersen e. V.


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Post-COVID-Syndrom

Das Krankheitsbild
tritt nach der Akutphase der Erkrankung an Covid-19 bei Menschen jeden Alters auf, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend beschrieben und gilt als eigenständiges Krankheitsbild.

Die Beschwerden
bestehen unabhängig vom Schweregrad des ursprünglichen Covid-19-Krankheitsverlaufs über 12 Wochen hinaus und führen teilweise zu eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität.

Die Symptome
sind unterschiedlich und individuell. Derzeit zählen dazu z. B.
- Luftnot bei Belastung / Dyspnoe
- Husten
- physische und psychische Erschöpfung nach kleinsten körperlichen Anstrengungen, extreme Müdigkeit,
  Konzentrationsschwierigkeiten / Fatigue
- Druckgefühl auf der Brust / kardiale Symptome
- Antriebslosigkeit
- Schlafprobleme
- Wortfindungs- oder Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit / kognitive Störungen

Die Therapie
durch Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen bezieht die Wechselwirkungen körperlich-seelischer Vorgänge mit ein. Atmung, Haltung, Bewegung, Stimme, Sprechen und Sprache sind ein Spiegel dieser Vorgänge. Damit wird der Mensch in seiner Gesamtheit angesprochen. Die Atem-, Sprech- und Stimm-Lehre (ASSL), das Konzept Schlaffhorst-Andersen, therapiert das Post-COVID-Syndrom gezielt in seiner Komplexität und fördert die Gesundung.
Siehe auch Leistungsbeschreibung (Vertrag mit GKV-SV, Anlage 1)

Über die Arbeit an der Phonationsatmung
gezielt am Post-COVID-Syndrom arbeiten: Der Einsatz der Stimme wirkt auf die Lungenfunktion.
Eine Veränderung der Phonationsatmung kann unmittelbaren Einfluss haben auf
- Brustkorb- und Zwerchfellflexibilität
- Lungenventilation
- Atemvolumen
- Atemfrequenz
- Atemrhythmus
- Blutgaswerte
- Kurzatmigkeit
- Verengungen bei Ein- und Ausatmung (Stridor, Giemen)
- Husten
- Ökonomisierung der Atmung

Am Anfang der Therapie
stehen unter Zugrundelegung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Berücksichtigung von spezifischem Krankheitsbild und Prognose
- Durchführung und Auswertung der Diagnostik (einschließlich Anamnese)
- Definition der Behandlungsziele
- Erstellen des Behandlungsplans
- ggf. Einsatz störungsspezifischer Screening- und standardisierter Testverfahren

Therapie-Inhalte können sein
Gezielte Anbahnung und Förderung
sowie Vermittlung und Anwendung von Techniken
- atemrhythmisch koordinierte Bewegungsübungen
- Haltung und Tonus
- Regulierung und Harmonisierung der Spannungsverhältnisse aller an der Atmung
  beteiligten Strukturen
- Harmonisierung der Atmung, Ökonomisierung der Atmung, Rhythmisierung der Atmung
- Wechselwirkungen von Atmung, Haltung, Bewegung, Stimme, Artikulation
- Wahrnehmung (auditiv, kinästhetisch taktil, visuell)
- störungsspezifische Krankheitsverarbeitung, Eigenverantwortung
- Akzeptanz der Störung
- Entwicklung einer individuellen Lernstrategie
- Vorbereitung auf alltägliche Anforderungen unterschiedlicher physischer, psychischer,
  inhalts- und wirkungsbezogener Situationen, auch unter Nutzung der zur Verfügung
  stehenden Hilfsmittel
Sie dienen der Wiederherstellung und der Stärkung gesunder, natürlicher Funktionen der Atmung.

Wesentliche Bestandteile der Therapie sind neben den Übungen
- Analyse des Zusammenwirkens von Atmung, Haltung, Bewegung, Stimme und Artikulation
- Transfer des Erlernten in den Alltag
- Nachsorge
  ggf. unter Einbeziehung (Anleitung/Beratung) des sozialen Umfeldes in das Therapiekonzept.

Therapie-Ziele können sein
Aufbau, Wiederherstellung, Verbesserung, Normalisierung, Optimierung, Erhalt
- der körperlichen Belastbarkeit
- der Tonusregulierung aller an der Atmung beteiligten Muskulatur
- der Eigenwahrnehmung
- einer physiologischen (Phonations-)Atmung
und
- Beseitigung psychosozialer Hemmungsfaktoren bzgl. der Defizite
- Steigerung des Vertrauens in die persönliche Leistungsfähigkeit
- Wiedererlangung der Lebensqualität

Ziel der Behandlung
ist, Spätfolgen zu mindern, bzw. zu verhindern.

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen arbeiten wissenschaftlich fundiert
auf dem aktuellen Stand der Medizin. Sie sind auch ausgebildet in der Atem-, Sprech- und Stimm-Lehre (ASSL), dem Konzept Schlaffhorst-Andersen. Grundzüge dieser Arbeitsweise können in die Therapie mit einfließen, die Elemente können individuell auf den Menschen abgestimmt werden. Qualität und Wirksamkeit ihrer Leistungen entsprechen dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und berücksichtigen den medizinischen Fortschritt.

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen untersuchen, therapieren und beraten
Menschen jeden Alters bei Atem-, Stimm-, Sprech-, Sprach-, Hör- und Schluck-Störungen, die organisch, funktionell oder auch psychogen verursacht sein können.

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen
sind therapeutisch und pädagogisch qualifizierte Fachkräfte mit einer staatlich anerkannten Ausbildung und von allen Gesetzlichen Krankenkassen gemäß SGB V vollumfänglich zum Heilmittel „Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie“ (SSSST) zugelassen. Ihre Leistungen sind ebenso von Beihilfe und Privaten Krankenkassen anerkannt.

Siehe auch Vertrag mit GKV-SV und Zulassung

Ihre Behandlungs-Qualität sichern Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen
durch Fortbildung und fachübergreifende Arbeitsgruppen.

Adressen
von Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen, die von allen Gesetzlichen Krankenkassen zur Therapie gemäß SGB V zugelassen sind und deren Leistungen von Beihilfe und Privaten Krankenkassen anerkannt sind


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